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      <title>Indien</title>
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  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Text wird überarbeitet
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjlllllllllllllllllllllllllllllllllllooooooooooooooooooooooooooooooooooojjjjjjjjjjjhhhhhhhhhhh
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 17 Feb 2022 17:35:10 GMT</pubDate>
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      <title>Iran</title>
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Text wird überarbeitet
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 17 Feb 2022 17:18:23 GMT</pubDate>
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      <title>USA</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Florida
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist Januar und ich fahre mit dem Auto vom kalten und verschneiten North Carolina immer in Richtung Süden, der ersehnten Wärme entgegen. An Atlanta vorbei immer auf der Interstate 75, bis die sich im Norden Floridas zweigt und als State Highway 91 an der Ostküste bis in die Everglades südlich von Miami weiterführt. Fast immer verläuft die Straße durch Wälder oder riesige Felder. Ansiedlungen sind kaum zu sehen, was das stundenlange Fahren recht langweilig macht. Die Entfernungsangaben in Meilen sorgen auch noch dafür, dass sich mein Ziel gefühlt nur sehr langsam nähert. Mit einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 55 (88 km/h), mal 65 (104 km/h) Meilen pro Stunde kommt man auch nicht wirklich gut voran, wenn man an deutsche Autobahnen gewöhnt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Ziel: der südlichste Punkt Floridas, Key West, mitten im Golf von Mexiko gelegen. Doch vor dem 250 km langen Weg über die Keys - der Kette aus ca. 200 Koralleninseln vor dem Festland der Halbinsel Florida - steht der Besuch Miamis an, besser der vorgelagerten Inselstadt Miami Beach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich logiere in einem kleinen Hotel im Szeneviertel South Beach. Der Besitzer ist einer der 1,4 Millionen Hispanics im Großraum Miami, die hier eine spanisch sprechende Bevölkerungsmehrheit bilden. Viele von Ihnen sind Kubaner und deren Nachkommen, die den Inselstaat nach der Revolution von Fidel Castros verlassen haben. Und so wird im Hause mehr spanisch als englisch gesprochen. Die Wände der im verspielten Kolonialstil gestalteten Räume und Gänge sind mit unzähligen Bildern von den Dreharbeiten der Kult-Serie „Miami Vice“ mit ihren beiden Helden Tubbs und Crocket geschmückt, deren Innenaufnahmen zum großen Teil hier entstanden sein sollen.   
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Viertel selbst ist bekannt für seine Art-Deco-Gebäude, die in den dreißiger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts hier entstanden. Nach dem Krieg unansehnlich geworden, wollte man sie abreißen, bis sich erst in den siebziger Jahren ein Verein gründete, der die architektonischen Kleinode erkannte und Stück für Stück renovieren ließ. Die Fassaden erstrahlten nun in hellen Pastellfarben von Rosa und Lindgrün bis Türkis und hellem Ocker. Ob sich auf Grund dieser sanften und pudrigen Farben hier schnell eine Schwulen- und Lesbenszene etablierte oder ob diese Community auf die Farbgebung Einfluss nahm, konnte ich nicht erlesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tagsüber bevölkern South Beach die so typisch amerikanischen Touristen mit ihren teils skurrilen und kunterbunten Strandklamotten, fast immer in kurzen knielangen Hosen und knappsten Badeschlappen, egal wie ästhetisch ihre Füße nun ausgeformt sind (oder eben nicht). Die wirklich Üppigen und Schweren vermisse ich etwas, sind sie doch im Bild gerade von Kleinstädten der USA  überproportional vertreten. Ich denke mir, dass es hier so sauteuer ist, dass Vertreter der weniger Betuchten, die es durch die billige fastfood Ernährung mit ihrem Gewicht am schwersten haben, hier keine Freude finden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Wenn es langsam dunkel wird erwacht die Regenbogen-Community und wenn man genau hinschaut, sieht man in den Straßen so manchen Paradiesvogel in die einschlägigen Klubs und Kneipen eilen. Ihre kakaobraune, schwarze oder weiße Hautfarbe ist mit kräftigen Farben und oft mit viel Glitzer geschminkt und bekleidet. Im strahlenden Sonnenschein des Tages vermute ich die Bühnen von Travestie- und Burlesque-Shows höchstens an den schillernden Namen über den Eingängen. Im Dunkel lockt die grelle und farbenfrohe Illumination die Besucher in diese Spektakel. Durch meine „sprichwörtliche“ Liebe zu dieserart Szene entscheide ich mich zugunsten von leckerem Essen für ein exquisites Restaurant und dem anschließenden Besuch eines guten Bier-Pubs. Dass die extrem freundliche Bedienung der beiden Lokale ebenfalls aus diesem Milieu kommt, war sicher zu erwarten. Heute stört mich das aus der Hüfte kommende und taumelige, aber sichere Balancieren des Tablettes mit meinem teuren Bier nicht. Sie beherrschen das einfach. Ich falle nach dem wirklich schönen Abend und bereits in der frühen Nacht in mein Hotelbett und bin um so viele Dollars leichter als noch am Morgen. Ob ich von den vielen männlichen Avancen geträumt habe, hat mein Gehirn am nächsten Morgen Gott sei Dank nicht gespeichert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich freue mich auf den 165 Meilen langen Weg nach Key West auf dem U.S. Highway Nr. 1. Diese Straße wurde zusammenhängend erst nach dem Hurrikan des Jahres 1935 gebaut. Die vorher bestehende Key West Extension der East Coast Railway, der durch 42 Brücken zwischen den Inseln äußerst aufwendigen Eisenbahnverbindung, war durch den Wirbelsturm so stark zerstört, dass ein Wiederaufbau nicht mehr lohnte. Viele Brücken wurden nun für den Straßenbau genutzt, viele stehen verrostet noch heute neben neuen Überquerungen. Herrliche Fotomotive, wie ich finde, aber leider ist das Betreten streng verboten.     
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da die meisten Inseln nur klein sind, hat man beim Befahren der Folge von Inseln und Brücken wirklich das Gefühl, mitten im Meer zu sein. Rechts und links umgibt mich nur Wasser, ganz besonders beim Überqueren der nicht wirklich stabil aussehenden Seven Mile Bridge, die mit 11 Kilometern die längste unter den Key Brücken ist. Was ein Hurrikan hier anrichten kann, verdränge ich lieber aus meinen Gedanken. Die karibische Januarsonne scheint friedlich und am Himmel sind nicht die kleinsten Wolken zu sehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich erreiche ich die letzte (bewohnte) Insel, nur 106 Meilen von Havanna entfernt. Die Suche nach einer Unterkunft erweist sich als schwierig, wenn man nicht zu den Betuchtesten gehört. Das preiswerteste Hotel mit Parkplatz in Key West kostet mich stattliche 350 Dollar pro Nacht, wenigstens mit Frühstück – das sollte es aber in sich haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum sollte man hierher kommen? Es ist voll, jetzt Ende Januar sehr voll. Die Kreuzfahrtriesen spucken tausende Touristen aus, die in den vielen Cafes und Kneipen in den wenigen Stunden ihres  Aufenthaltes nur ein Bier oder einen Cocktail trinken. Die Sehenswürdigkeiten sind überschaubar. Ein altes Postgebäude, ein hübscher Leuchtturm, ein altes Fort, ein Friedhof mit Grabinschriften, die ich keiner mir bekannten Persönlichkeit zuordnen kann und ein buntbemalter Poller: Sothernmost Point of Continental U.S.A. Auf einer Insel eigentlich keine korrekte Bezeichnung, aber da es eine durchgehende Straßenverbindung gibt, war man hier großzügig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ansonsten gibt es jede Menge Galerien mit astronomischen Preisen für Kunst und sehr viele Andenkenläden, eigentlich wie überall auf der Welt. Ja, auch Hemingway lebte hier von 1928 bis 1939. Sein Haus, jetzt Museum, sieht wirklich nett aus. Hineinkommen ist ohne lange Wartezeit mit Anstehen nicht möglich. Mein Durst ist größer und ich lande in einer nach außen völlig offenen Kneipe mit einer Bühne, auf der verlassen Instrumente herumstehen. Ich hoffe auf einen Live-Act zu meinem Bier. Und wirklich, ich lande in einer kunterbunten Travestieshow, die „Kellnerinnen“ in ihrer Orientierung stilecht zur Darbietung passend. Um das auszuhalten, kann es nicht bei einem Bier bleiben, egal was es kostet. Wieder wird es spät. Ich falle in ein ausgezeichnetes Hotelbett.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun das Frühstück. Ich stehe in einer wirklich hübsch gestalteten Galerie mit Wasserfall und tropischen Pflanzen, halb im Haus, halb draußen gelegen. Ich habe Hunger. Unwillkürlich stoße ich einen lauten Lacher aus bei dem, was in diesem irre teuren Hotel für ein Frühstück aufgefahren wird. Gummiartige und gesüßte Riesen-Toastscheiben mit einem selbst zu bedienenden Toaster, der nur Holzkohle oder gewärmtes Weichgummi zulässt. Gezuckerte Erdnussbutter im Aluschälchen, eine weitere Streichcreme, Cornflakes, Milch und....nichts und. Das war das Frühstücksbuffet. Ich beschließe hungrig zu bleiben und sehe einen Korb mit Bananen. Ich bin unverschämt und stopfe meine Umhängetasche richtig voll dieser Früchte. Der Kellner, der eh nichts zu tun hat, schaut etwas verständnislos drein, sagt aber nichts. Und so verlasse ich mit meinem Mietwagen Key West wieder; Insel für Insel und Banane für Banane auf dem Weg zum Festland.   . Der äthiopische Staat plant am Oberlauf des Omo einen gigantischen Staudamm samt Kraftwerk. Es soll angeblich der größte Afrikas werden. Straßenbaumaschinen in großer Zahl habe ich bereits gesehen. Der damit entstehende riesige See wird das gesamte Territorium nebst dem Klima dramatisch verändern. Und damit ändert sich auch der natürliche Lebensraum des „Museums der Völker“. So, wie es „noch“ ist, wird es nicht bleiben. Die Welt wird dadurch ärmer, Äthiopien dafür an Elektroenergie reicher. Dass das Land diese Energie dringend benötigt, sehe ich an den täglichen Stromsperren. Schade ist es allemal, weil wieder einmal unersetzliche menschliche Vielfalt verschwindet.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Dazu kommt zu allem Übel auch noch der kriegerische Konflikt mit dem Nachbarn Kenia, der bereits im vollen Gange ist. Der Omo ist der einzige natürliche Zufluss zum kenianischen Turkana See, dessen Wasserspiegel schon jetzt dramatisch absinkt. Wieder ein Kampf um Wasser auf dieser Welt. Und der wird sich an vielen Stellen weiter verstärken, je mehr Menschen unseren Planeten bevölkern. Und Äthiopien ist ein Land, das an vorderster Stelle für ein ungebremstes Bevölkerungswachstum sorgt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Fast eine Woche hat mich dieser „Ausflug“ zum Ursprung unserer Menschheit gedauert. Ich habe ihn nicht bereut. Doch ich habe auch viel nachdenken müssen über das, was ich gesehen habe. Zu einem Ergebnis bin ich doch nicht gekommen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Jetzt führt mein Weg langsam wieder nach Süden. Dort liegt mein Ziel: Kapstadt - und das ist immer noch weit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 03 Feb 2022 18:05:20 GMT</pubDate>
      <author>websitebuilder@1and1.de</author>
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      <title>Jordanien</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petra
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leseprobe aus meinem Buch „Allein durch Afrika“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist kein großer Umweg und so erreiche ich nach einigen Stunden Fahrt durch immer neue Gesichter von Wüstenlandschaften den Ort Wadi Mursa. An dessen Rand liegt die alte Hauptstadt der Nabatäer Petra. Sie gilt mit Ihren über 2000 Jahre alten Überresten als eine der historischen Hauptattraktionen des gesamten Nahen und Mittleren Ostens. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hier wird jeder Tourist hergekarrt, hält er sich auch noch so kurz in Jordanien auf.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein erster Eindruck: Es stinkt! Nein, nicht mir, es stinkt durch die Kacke von geschätzten einhundert Eseln, Pferden und Kamelen. Allesamt zum Transport von lauffaulen Touristen im gesamten weitläufigen Gelände stationiert. Mein Gott, was geben sie denen nur zu fressen? Man muss schon ein bisschen aufpassen, will man nicht ständig in irgendeinem süßlichen Haufen dieser vielen Viecher stehen. Dass die Besitzer der tierischen Taxis jeden Touristen ganz massiv ansprechen, wo immer sie ihn antreffen, ist auch klar. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hauptsprache, die ich vernehmen kann, ist Russisch, gefolgt von einem schlitzäugigen Gemisch aus Koreanisch, Chinesisch und Japanisch. Am ulkigsten sieht es aus, wenn ein in ein weißes Tuch gewickelter kleingewachsener und sehr dunkelhäutiger Beduine einer Gruppe von ausgesprochen bunt angezogenen Touristen aus Putins Zarenreich in holprigem Russisch versucht, die Geschichte seiner Vorfahren zu erklären. Muss ich an denen vorbei, mischt sich der besagte exkrementale Geruch mit der wohl immer noch sehr beliebten und sehr streng süßlich „duftenden“ Parfümmarke „Moskowskije Duchi“. Etwas Wodka glaube ich auch noch heraus zu schnuppern. Mein Gott, welch ein geruchliches Inferno! Ich ringe nach Sauerstoff, den ich nur bekomme, wenn ich meine Beine in die Hand nehme und gehörigen Abstand suche.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Nabatäer haben schon einen Sinn für hübsch gelegene Örtlichkeiten gehabt. Die Felslandschaft, die die Schluchten und Täler einfasst, ist wirklich grandios. Die Sonne tut mit ihren verspieltesten Licht- und Schattenspielen ein Übriges. Doch vor dem Genuss von so viel Historie und so viel Landschaft kommt das Ticket. Happige 75 US-Dollar (inklusive Gestank) nur für meine Wenigkeit sind wahrlich gesalzen. Nach diesem Schock erreiche ich die ersten in den Felsen geschlagenen Tempel und Grabmäler nach einem Fußmarsch durch eine ca. einen Kilometer lange, sehr enge und tief ausgewaschene Felsschlucht. Die Übersichtskarte verspricht noch weitere 6,5 Kilometer über Geröll, Fels und Sand. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In meiner ersten Pause gönne ich mir einen Tschai. Einen jordanischen Dinar will der Kopfbetuchte haben. Für einen Tee ist es der blanke Wucher. Ich weigere mich, denn ich kenne mich mittlerweile mit jordanischen Preisen recht gut aus. Nun die obligatorische Frage nach dem Land. Na wie gehabt. „Alemania, very good. Half Dinar“, entgegnet er zufrieden. Nun, mit der Hälfte bin ich einverstanden. Er fragt noch, ob ich Zucker will, schiebt die Dose hin und schaut bitterernst: „But for sugar one Dinar!“ Jetzt platzt es aus ihm heraus. Er lacht herzhaft und klatscht mir in die Hand. Ja, so kann man Arabien gut leiden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich erspare mir die Einzelheiten zu den vielen Grabmälern, Gebäuderesten und Säulengalerien, die man in jedem Reiseführer nachlesen kann. Eine Reise ist Petra auf jeden Fall wert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Völlig geschafft wieder am Ausgang, fehlt nur ein Gewerbe, mit dem man hier wirklich Geld verdienen könnte: Schuhputzer. Die Schuhe und Sandalen aller Besucher sehen nach den staubigen Märschen wirklich geliebt aus. Darauf angesprochen, lehnen die Beduinen allesamt ab. Das ist unter ihrer Würde! Ich frage mich, ob es wirklich besser und würdevoller ist, nur mit kitschigen Souvenirs oder mit einem geruchsstarken Viehtrieb sein Geld zu verdienen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich finde nur 12 km weiter ein Beduinencamp, in dem ich für zwei Tage etwas relaxen kann. Das Schiff ist eh noch nicht da, und so passt mir das landschaftlich geradezu paradiesisch gelegene Zeltlager sehr gut, um meine Wartezeit zu versüßen. Der Manager lebte vier Jahre in England und spricht demzufolge gut Englisch. So habe ich Gelegenheit lange und gute Gespräche zu führen. Tagsüber unter dicken Zeltplanen liegend, abends am Lagerfeuer ebenfalls liegend. Wie dieser nette Mensch überhaupt nur in der Horizontalen anzutreffen ist, wenn er nicht gerade mal in Richtung Klo durch die Gegend läuft. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im ganzen Camp gibt es nur zwei Leipziger Studenten und mich als Gäste. Der extrem hell glitzernde Himmel ist Dank der sauberen Wüstenluft so vollgestopft mit kleinen Sternenlämpchen, wie man ihn nur selten zu sehen bekommt. Eine himmlische Ruhe, soweit der Generator noch nicht oder nicht mehr an ist. Der sorgt dafür, dass in den unzähligen Tuffsteinhöhlen ringsum jeweils eine kleine elektrische Lampe leuchtet. Es müssen viele hundert sein und es macht Spaß bei diesem märchenhaften Licht, erzeugt durch die Sterne und den besagten Generator, durch die zerklüfteten Felsen zu laufen. Nur muss ich aufpassen, keine der vielen blühenden Krokusse und der gerade aus der Erde schießenden Wüstentulpen zu zertreten. Die haben sich auf den Sandflächen zwischen den Felsen massenhaft ausgebreitet. Einen Monat weiter, wenn alles blüht, muss es hier wirklich wie in einem Märchenland aussehen, im Dezember!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Freund besucht meinen Beduinen. „I must cook in evening, for two French girls!“ Er vollführt eine unter Männern sehr bekannte, fast schon klassische Hand- und Armbewegung. Verstehe, was er nach dem Essen vorhat. „Girlfriend is in Chicago!“ Wow, ein gefragter Mann in abgerissenen Klamotten mit internationalen Kontakten. Ich frage, was er denn so macht. „I work in donkey!“ Hm, ich schaue ihn etwas ungläubig an. „Friends work in horse, some work in camel.“ Eine Sekunde dauert es, bis ich begreife. Ah, ja. Er ist also einer der Eselstreiber, der mit seinem Tier auf Touristenjagt geht. Ich muss lachen, eine derartige Berufsbeschreibung hatte ich bisher noch nicht vernommen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Neuer Text
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 03 Feb 2022 14:07:29 GMT</pubDate>
      <author>183:860922044 (Matthias Mesletzky)</author>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sache mit den Enzymen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war der ungewöhnliche Wunsch meines 83-jährigen Vaters, trotz seines Alters noch einmal die asiatische Mega-City Hongkong zu besuchen. New York, Tokyo und viele andere europäische Metropolen hatte er durch Krieg und späteren Beruf bereits gesehen, trotzdem fehlten ihm noch sehr viele herausragende Städte auf diesem Erdball. Viele Orte wären näher und weniger beschwerlich zu erreichen gewesen, aber er hatte sich gerade diese Stadt in den Kopf gesetzt. Es war ihm nicht auszureden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und so taten ihm Sohn, Enkel und unser Freund Manfred den Gefallen und setzten sich mit ihm über 16 Stunden lang in ein Flugzeug gen Osten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man Stadt mag, macht Honkong Spaß, auch wenn man auf Schritt und Tritt den Machtanspruch der neuen Herrscher zu spüren bekommt. So ganz ohne Wehmut kommt man hier trotzdem nicht aus, denkt man an die britische Kronkolonie zurück. Kaum vorstellbar, dass eine so konsequent in die Höhe gebaute Stadt noch so viel menschelt, weil sie nicht in Gänze auf dem Reißbrett entstanden ist. Die Lage der unzähligen Hochhäuser an der zerklüfteten Küste sucht auf der Welt seinesgleichen. Der Massentourismus, der sich hier durch die Schluchten zwängt, fällt kaum auf. Hongkong lebt zuerst einmal durch das geschäftige Treiben seiner sieben Millionen rastlos erscheinenden Einwohner. Und so lassen wir uns auf diese Stadt ein: ein spektakulärer Hubschrauberrundflug über die hochhausgesäumte Inselwelt des Chinesischen Meeres, die Fahrt mit der (Schweizer) Standseilbahn von 1888 mit einem atemberaubenden Blick vom Victoria Peak auf die Stadt. Diese Aussicht zählt neben Rio de Janeiro, New York und Paris zu den spektakulärsten der Welt. Eine Schiffsfahrt nach Macau, dem ehedem portugiesischen Pendant, mit seinen Spielhöllen, die durch chinesische Investitionen mittlerweile Las Vegas in den Schatten stellen können. Die kulinarischen Köstlichkeiten Südchinas sind lecker und für unsere Verhältnisse nicht wirklich scharf. Wenngleich man etwas aufpassen sollte, um nicht gebratenen Hühnerfüsse, Insekten, Schlangen und andere Seltsamkeiten kredenzt zu bekommen, die unseren Mägen nicht immer gut tun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An einem Abend beschließen wir, in einer Gegend abseits der Boulevards am Meer zu speisen.  Hierher verirren sich nur selten Touristen. Alles sieht improvisierter aus, nicht so sauber und perfekt wie in den Vierteln, in denen sich die Ausländer und die reicheren Hongkonger amüsieren. Wir suchen uns zum Dinner ein recht einfaches Restaurant aus. Es liegt in einer verkehrslosen Gasse hinter einer niedrigen weißen Mauer und unter einem windschiefen Blechdach, gerahmt von verbeultem Maschendrahtzaun. Die schummrige Beleuchtung mit dem so beliebten Licht aus Neonröhren rundet die Atmosphäre perfekt ab. Das Essen auf den Tischen der Leute sieht einigermaßen vertrauenerweckend aus, es riecht auch sehr lecker. Da es uns zu dunkel ist, helfen uns die Besitzer unseren Tisch einfach vor den Eingang zu stellen. Hier ist es heller und vor allen Dingen belebter. Allerdings können wir hier auch von den vielen Vorbeieilenden beobachtet werden. Das machen die nun schon deswegen recht amüsiert, weil wir quasi öffentlich Bier trinken. Uns sind die gereichten Gläser für das chinesische Tsingtao Bier viel zu klein. Wir wollten nicht nur kosten. Es wird noch immer in den alten deutschen Kupferkesseln gebraut, die in der kleinsten Kolonie Deutschlands bis 1914 für meist deutsche Kehlen gebraut wurde. Richtige Halblitergläser haben sie nicht, also bringt man uns größere Gläser, die sonst vielleicht als Blumenvasen gedient haben mögen. Ist aber wiederum unwahrscheinlich, weil Blumen auf diesen alten und wackligen Tischen und dem eher heruntergekommenen Ambiente eher albern aussehen würden. Nach gutem und reichlichem Essen bestellt mein Vater für uns vier Maotai, so ziemlich das einzige, was er aus deutschen Chinaimbissen neben dem Bier an Trinkbarem so kennt. Manche nennen diesen 53%-igen Schnaps aus roter Hirse und Weizen das chinesische Nationalgetränk, was jeder Chinese vehement bestreiten würde. Für so ein starkes Zeug erhält in China kaum einer eine Ausschanklizenz, was in den China-Towns Amerikas und auch bei uns zu Hause genau so ist. Der uns bedienende Besitzer stöhnt ein „Huuuiuuiii“, verrenkt dabei ganz eigenartig seinen Körper, kichert und winkt ab. Hat er also nicht. Doch er hat eine Lösung. Auch ohne ein Wort Englisch erklärt er, dass es um die nächste Ecke einen Shop für Alkohol geben würde. Ich mache mich auf den kurzen Weg und finde einen Eingang, der irgendwie anders als die anderen der vielen Shops aussieht. Ich muss in den zweiten Stock und verlange an einem kleinen Glastresen „Maotai please!“. Die ganze Familie kommt zusammen und kichert. Fein säuberlich stellen sie sechs verschiedene Flaschen unterschiedlicher Größe auf den Tisch. Ich entscheide mich für eine weiße Keramikflasche mittlerer Größe und mit mittlerem Preis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Mitstreiter freuen sich über meinen erfolgreichen Einkauf. Der Besitzer kommt und gibt wieder sein „Huuuiuuiii“ zum Besten. Trotzdem es nicht sein Umsatz ist, bringt er uns kleine Gläser. Jetzt kommt auch hier seine ganze Familie zusammen. Staunen und Kichern ist die Folge. Sie wollen wohl sehen, ob wir diesen Schnaps einfach so unverdünnt herunter bekommen. Wir tun ihnen den Gefallen. Unser Schnappen nach Luft mit etwas ausladend gestikulierenden Händen und die sogleich folgende Verdünnung mit Bier sorgen für Amüsement. Andere Besucher der Gaststätte haben sich inzwischen von den Plätzen ihrer Tische erhoben, um uns durch den Maschendrahtzaun zu bestaunen. Angesichts der unter Chinesen verbreiteten Alkoholintolleranz nicht zu verwundern. Viele Volksgruppen haben eine mangelnde Produktion bestimmter Enzyme, die den Abbau von Alkohol in der Leber begünstigen. Wir versäumen es selten, immer wieder auf „Germany“ anzustoßen. Man soll schließlich wissen, welches Land derartige „Steher“ hervorgebracht hat (die mit den Enzymen ADH und ALDH).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch können wir bemerken, dass uns direkt gegenüber ein Tierladen liegt, der lebende, ausgestopfte und getrocknete Tiere verkauft. Neben dem Eingang steht ein Drahtverhau, in dem süße kleine lebendige Hundewelpen angeboten werden. Weiße Wollknäule drängeln sich auf einem Quadratmeter und warten auf Käufer. Immer mal wieder kommt ein Chinese und nimmt einen mit. Zuerst meinen wir, dass die Kinder der Familien sich über einen neuen Spielgefährten sehr freuen würden. Doch dann wird uns langsam klar, dass diese niedlichen Hundchen ausschließlich für den Kochtopf gekauft werden. Hongkong ist Südchina und man isst hier „alles was vier Beine hat außer einem Stuhl“. Wir gruseln uns ein wenig im Angesicht solcher Speisetraditionen. Gott sei Dank haben wir bereits gegessen (?). Ein neuerlicher Maotai wird nun zum Muß.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Leider währt ein solch hochprozentiger Abend nicht allzu lange. Trotz Enzymen beginnen wir recht bald zu schwächeln. Und schließlich müssen wir den Heimweg zum Hotel noch finden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Tue, 01 Feb 2022 18:10:43 GMT</pubDate>
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Aachen/Maastricht/Lüttich
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Im Dreiländereck Deutschland/Holland/Belgien
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          Es war eine von vielen
Kurzreisen, die auf diesen Seiten eigentlich keine weitere Erwähnung finden
sollten, so tausendfach werden sie meist über ein verlängertes Wochenende veranstaltet.
Ich halte sie dennoch für erzählenswert, weil ich selten so anschaulich beobachten
konnte, wie sich das Bild Europas rasend schnell und unumkehrbar verändert.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Das Ziel waren drei altehrwürdige Städte, in der
Distanz nah beieinander, aber dennoch in drei verschiedenen Ländern gelegen. Sie
befinden sich in einer Region, die einmal den Mittelpunkt eines längst
vergangenen Weltreiches bildeten. Karl der Große wurde hier zu Weihnachten des
Jahres 800 zum Kaiser seines riesigen Frankenreiches gekrönt. Eigentlich war er
es, der mich für ein paar Tage hierher führte.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Heute liegen diese Städte im Dreiländereck Deutschlands,
der Niederlande und Belgiens. Und genau hier kann man sich die unterschiedliche
Geschichte neuerer Zeit anschaulicher kaum vor Augen führen.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Erste Station ist Aachen mit dem imposanten
Kaiserdom, in dem die Gebeine Karls seit 1200 Jahren so hübsch in einem
goldenen und mit Edelsteinen besetzten Sarkophag aufgebahrt sind. Von
seinem  im Original erhaltenen Thron, auf
dem nach ihm noch 31 römisch-deutsche Könige gekrönt wurden, regierte er ein
europäisches Reich, in dem Deutschland, Frankreich und ein großer Teil Italiens
noch keine eigenständigen Herrschaftsbereiche waren. Erst seine Enkel teilten
das Reich unter sich auf und die erwähnten Länder entstanden, natürlich mit den
unvermeidlichen Kriegen, die die Menschheit schon immer zur Ausbildung
nationaler Territorien und Identitäten gebraucht hat.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Nun geht es mir in Aachen wieder so wie in vielen
deutschen Städten, deren unverwechselbare Altstädte im Bombenhagel der
Alliierten untergegangen sind. Die noch in den dreißiger Jahren des letzten
Jahrhunderts so flächendeckend vorhandenen Fachwerkhäuser haben den Feuersturm
englischer und amerikanischer Bomben nicht überstanden. Das Holz der Balken
brannte nur zu gut, womit das schreckliche Kalkül von Bomber-Harris zur
Vernichtung auch der Zivilbevölkerung mit einem ausgeklügelten Feuersturm tausendfach
aufgegangen ist. Nur einige weniger zerstörte und oft rein steinerne Gebäude,
meist solche aus der Gründerzeit des letzten deutschen Kaiserreiches, hat man
in den Jahrzehnten nach dem Krieg wieder aufgebaut. Sie stehen heute so seltsam
verloren zwischen gesichtslosen Fassaden der fünfziger und sechziger Jahre. Leider
noch viel weniger historisch bedeutsame Fachwerkhäuser wurden von Grund auf
rekonstruiert, um einer neu entstandenen „Altstadt“ wenigstens einen kleinen Bezug
zur Bebauung des Mittelalters zu geben. Gut, die Struktur der Straßen und
Gassen hat man belassen und so gibt es viele mehr oder weniger anschauliche
Innenstädte. Fußgängerzonen mit den meist immer gleichen Geschäften machen den
Besuch solcher Stadtzentren ganz angenehm, aber leider auch austauschbar. Die
Werbung der Geschäfte, Restaurants und der Cafés mit ihren Außenplätzen setzten
wenigstens noch einige Farbtupfer. Unwohl fühle ich mich nicht, doch ein Gefühl
der Trauer lässt mich meist lange nicht los, wenn ich mir mit viel Phantasie
vorstelle, wie hübsch alte deutsche Städte einmal waren. Für mich macht Aachen
hier keine Ausnahme.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Der Dom, auch als Münster oder Marienkirche
bezeichnet, sieht heute so aus, als wenn die Bomben ihn gänzlich verschont
hätten. Er steht mitten in einem Gewirr von Sträßchen und Gassen der Altstadt,
umgeben von netten kleinen Plätzen. Wunderbar restauriert und als
architektonisches Gesamtwerk nicht vergleichbar mit den gotischen Domen in
Köln, Ulm oder Freiburg. Das erhaltene karolingische Oktogon und das
Westwerk  der Königspfalz sind einfach um
einiges älter und strotzen nur so von Geschichte und Geschichten. Man sollte
ihn einmal gesehen haben. Ebenso beeindruckend die zugehörige Schatzkammer, mit
Gold und Edelsteinen nicht sparend. Die Räume auf drei Etagen ohne Fenster
betritt man durch eine einzige dicke Tresortür. Ein Gefühl von Platzangst ließ
mich trotz der herrlichen Schätze nicht ganz los.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Das erst im 14. Jahrhundert errichtete imposante
Rathaus war geschlossen, weil hier immer mal wieder sehr wichtige Preise
vergeben werden. Karl selbst hat es nicht mehr gesehen.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Man mag es ja als bereichernde Vielfalt empfinden,
wenn an einem Vormittag mitten in der Woche die gesamte Altstadt von mehr oder
weniger lärmenden südländischen Jungmännergruppen durchstreift wird. Mir
bereitet es Unbehagen, wenn ich mir aufgrund ihres Benehmens vorstelle, mit
ihnen aneinander zu geraten. Junge und auch recht zahlreiche Kopftuchfrauen mit
Kinderwagen und oft mehreren Kindern runden das neue Erscheinungsbild der so
alten und ehrwürdigen Stadt Aachen heute ab. Die Arbeit und das Studium der
eingesessenen Bevölkerung werden auch ein Grund dafür sein, dass die neuen
Bewohner das Stadtbild um diese Zeit so dominieren. Aber hin und wieder sehe
ich sie auch hier noch, die im Sommer nur leicht bekleideten, jungen und
selbstbewussten weiblichen Schönheiten, die, wie ich finde, so viel besser in
das Bild einer gutgelaunten europäischen Stadt passen.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Beim entspannten Besuch der Stadt nutze ich jede
Pause als Gelegenheit, um im Netz mehr über Karl, der schon zu seinen Lebzeiten
„Vater Europas“ genannt wurde, zu erfahren. Wie erschafft man ein so großes
Reich mit Verkehrsmitteln und auf Wegen, die Monate erforderten, um von einem
Ende zum Anderen zu gelangen. Er schütze militärisch vor allem seine
Außengrenzen, als er sein Reich als groß genug empfunden hatte. Und er wurde fast
friedlich, als er nach vielen Schlachten die aufsässigen Sachsen mit einem
Schwur auf sein Kaisertum und auf seine Religion unterwerfen konnte.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Lange her, aber eine Parallele zum heutigen
Deutschland ist mir dann doch aufgefallen. Die Existenz einer führende Religion,
wenn eine solche denn überhaupt sein muss, und eine Lebenskultur, die aus einer
solchen hervorgegangen ist sowie der Schutz der Außengrenzen, scheinen mir noch
immer ein Garant für eine staatliche Einheit und für ein friedliches
Miteinander einer Bevölkerung zu sein, deren historische Wurzeln von einer
Mehrheit als erhaltenswert erachtet werden.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die nächste Stadt, die ich besuche ist Maastricht,
schon in Holland gelegen. Von Aachen kommend und mit einer Geschwindigkeit 130
km/h auf der Autobahn über eine nicht sichtbare Grenze zu fahren, finde ich
schon toll. Eine Errungenschaft Europas, die mir gefällt. Zu viele nervende und
oft sehr lange dauernde Grenzübertritte habe ich in meinem Leben schon
absolvieren dürfen.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Die meisten Gebäude stammen aus einer
Bautätigkeit, als Kaiser Napoleon diesen Teil Hollands länger besetzt hatte.
Man wähnt sich in einer französischen Stadt, in der es kaum Fachwerk, aber
viele Fassaden aus grauen Natursteinen gibt. Die Maas, auf weiten Strecken
Grenzfluss zu Deutschland, fließt mitten durch die Stadt. Eine Erinnerung kommt
auf an die nicht mehr gesungene erste Strophe unserer Nationalhymne: …“von der
Maas bis an die Memel“… Deutschland ist hier immer noch nicht weit weg, doch
die Memel liegt heute weiter denn je entfernt von einer deutschen Grenze weit
im Osten.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Man sollte von einem Besuch von Maastricht Abstand
nehmen, wenn man eine modebewusste Frau dabei hat. Ich habe noch nie in meinem
Leben eine Stadt gesehen, die so viele Klamottenläden dicht bei dicht, phantasievoll
neben-, über- und hintereinander angeordnet hat wie Maastricht. Wie selbst in
abgelegensten Gassen hier eine Boutique noch ihr Geschäft machen kann ist mir
ein Rätsel. Die Gesichter von Männern, die vor den Läden auf ihre einkaufenden Frauen
warten, sprechen Bände. Ich erinnere mich an solche Zeiten meines Lebens.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          An der noch relativ jungen Universität scheinen
viele kaufkräftige junge Leute zu studieren, die für Umsatz sorgen. Das ganze
Stadtbild ist geprägt von Studenten aus allen Teilen der Welt und zeigt eine so
sichtbare Vielfalt intelligenter Gesichter, die mir richtig gefällt. Hier ist
man stolz auf einen der höchsten Ausländeranteile einer höheren Bildungsanstalt
in ganz Holland. In den vielen Straßencafés wuselt es vor Sprachen, bei denen
ich nur raten kann, aus welchen Ländern sie stammen. Kopftücher habe ich an
einem ganzen Besuchstag in der Stadt nur zwei gesehen, ob sie Frauen gehörten,
die an der Universität studierten, konnte ich nicht ergründen.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Ich weiß, dass es auch in den Niederlanden Städte
gibt, in denen es durch eine relativ ungesteuerte Migration in der
Vergangenheit mehr Probleme gibt. Noch immer besitzt Holland Kolonien, die
heute etwas netter Überseegebiete genannt werden. Von hier stammen sehr viele
Menschen, die man in Amsterdam und in Rotterdam beobachten kann. Doch
Maastricht vermittelt ein Bild, das man sich von ganz Europa wünschen würde. Wenn
Vielfalt mit Bildung und gegenseitiger Toleranz zu tun hat, soll sie mir recht
sein.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Um nach Lüttich zu kommen wählte ich einen Weg
über die Dörfer. Ich wollte sehen, wie sich das ländliche Holland rein
äußerlich von der französisch sprechenden Wallonie in Belgien, vielleicht auch
von deutschen Landen unterscheidet.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Und ja, die bildschönen holländischen
Puppenstubendörfer mit ihrem Hang zu gärtnerischer Perfektion sind mir schon
fast ein bisschen zu viel. Vielleicht auch deshalb, weil ich das aus der
ostdeutschen Provinz um Berlin herum nicht gerade gewöhnt bin.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Umso abrupter bemerkt man auch ohne sichtbare
Grenze, dass man plötzlich in Belgien ist. Und das nicht nur, weil der weiße
Hinweispfeil auf blauen Grund unter den Verkehrsschildern so eigenartig
selbstgemalt daherkommt.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Der Weg nach Lüttich führt durch ein ehemaliges
Industriegebiet, deren Industriearchitektur sehr deutlich verrät, dass es hier
bessere Tage gegeben hat. Die wenigen noch genutzten Gebäude dienen offenbar
nur noch als überdachte Abstellflächen, produziert wird hier nicht mehr.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Bei der Annäherung an das Stadtzentrum fällt die
schwarze Bevölkerung von Lüttich sofort auf. Ampelanlagen haben für die
Fußgänger offenbar nur empfehlenden Charakter. Wenn ich bei Rot brav warte,
wird mir immer wieder auf das Dach meines Autos geklopft, oft mit einem
schelmischen Grinsen im Gesicht. Kinderwagen werden meist gleich auf der
Fahrbahn bugsiert, ein ständiges Ausweichen auf den engeren Bürgersteigen kann
so vermieden werden. Respekt vor den Kraftfahrzeugen gibt es keinen, das
Vertrauen, dass diese Rücksicht nehmen werden, scheint groß. Diese Szenerie
erinnert mich stark an meine Afrikadurchquerung. Ja, ein ganzer Kontinent
funktioniert so.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Beim Gang durch die Straßen einer einstmals
blühenden Stadt, die Ihr Geld mit Kohle und Stahl, aber auch mit der
Herstellung von Waffen verdiente, wähne ich mich in Athen, dass ich vor wenigen
Jahren besuchte. Auch hier sind viele Geschäfte geschlossen und mit Brettern
vernagelt. Herrliche Jugendstilfassaden warten traurig auf bessere Zeiten. Die
Gerüste der Kathedrale scheinen schon seit Jahrzehnten zu stehen und man sieht
nicht, was heute mehr Aufwand macht; die alten Mauern oder die langsam
verrottenden Gerüste zu erhalten. Doch die Straßen und Gassen sind an diesem
Vormittag voller Menschen. Frauen mit Kinderwagen und nebenher laufende
Kleinkinder bestimmen das Stadtbild. Nur, was mich neben dem oft schlechten
Zustand der Bausubstanz wirklich berührt hat: mehr als die Hälfte (!) sind in
dieser Innenstadt schwarzer Hautfarbe, ein weiteres Viertel ganz offensichtlich
arabisch-muslimischen Ursprungs. Ich habe mir auf mehreren Plätzen mal die Mühe
gemacht und habe, eine kleine Statistik erhebend, durchgezählt. Und wirklich,
hier sind durch Migration und Bevölkerungswachstum ganz offensichtlich
Minderheiten zu Mehrheiten geworden. Ich habe nur gehofft, dass die weiße
belgische Bevölkerung um diese Zeit in der Universität, der Schule oder auf der
Arbeit gewesen sein muss. So drastisch kann sich doch eine europäische Stadt mit
ihrer ganzen Bevölkerung nicht verändern?!
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Der Unterschied zu Maastricht am Vortage konnte
nicht krasser ausfallen. Und irgendwie wollte ich hier weg. Nicht weil ich
Angst vor Migranten hatte, vor schwarzen schon gar nicht. Zu gut habe ich mich
in Afrika mit lebenslustigen Menschen dieser Hautfarbe verstanden. Doch vor der
so offensichtlichen Veränderung einer ganzen europäischen Großstadt, in der es
durch bildungsferne Armutsmigration kaum noch eine wirtschaftlich maßgebende Kaufkraft
gibt, die eine Stadt ökonomisch am Leben halten kann, hatte ich einen
bedrückenden Respekt.
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Und so bin ich mit sehr gemischten Gefühlen nach
Deutschland zurückgefahren. Auch weil ich daran gedacht habe, dass mich in 14
afrikanischen Ländern so viele Familien angesprochen haben, ihre ältesten Söhne
ganz planmäßig nach Europa, mehr und mehr aber nach Deutschland zu schicken, um
durch vermeintliche Arbeit dann später Geld an die Angehörigen nach Hause
schicken zu können. Durch das Zusammenlegen ganzer Familien ist auch die Sahara
kein Hindernis mehr für eine Reise. Auch das Geld für die Schlepper über das
Mittelmehr ist vorhanden. Wenn man dann noch vor Augen hat, dass es
mittlerweile in Afrika 1,2 Milliarden Menschen gibt und die ungebremste
Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2050 bei optimistischer Einschätzung eine
Verdopplung voraussagt, werden die Probleme an Europas Außengrenzen, wie im
Inneren unserer Länder, ins Unermessliche anwachsen - im vermeintlich „reicheren“
Deutschland vielleicht etwas später als im wirtschaftlich schwachen Belgien. Dass
europäische Politik fast keinerlei Druck auf die vielen afrikanischen
Diktatoren ausübt, um die wirklichen Fluchtursachen: Korruption, Armut,
fehlende Bildung und eine völlig vernachlässigte Infrastruktur zu bekämpfen,
ist mir völlig unverständlich. Davor komplett die Augen zu verschließen ist zutiefst
egoistisch, eigentlich aber einfach nur dumm!
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          (siehe auch mein Buch „Allein durch Afrika“)
         &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Rio de Janeiro
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
          Seit meiner Kindheit war für mich Rio de Janeiro ein Sehnsuchtsziel. Schon in der 8. Klasse suchte ich mir für meine Erdkunde-Jahresarbeit  das ferne und so unerreichbare Land Brasilien aus. Das hatte eine Ursache in dem französischen Film „Abenteuer in Rio“ mit Jean Paul Belmondo, der auch in DDR-Kinos gespielt wurde. Ich hatte ihn mir mehr als nur einmal angeschaut. Das Wort „Kult“ kannte ich mit 14 Jahren noch nicht, doch genau dieses Gefühl setzte sich mit dem schönen Namen dieser faszinierenden Stadt in mir ein Leben lang fest. Dennoch sollte es noch 50 Jahre dauern, bis ich endlich am Strand von Copacabana meine Füße in den Sand setzen konnte.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Der März war kalt und ungemütlich in Berlin. Und wie bei vielen Reisen in die Tropen sind die ersten Stunden mit ungewohnter Hitze und Feuchtigkeit für den nordischen Körper ein krasser Gegensatz, besonders, wenn man mit dem Flugzeug anreist. Nachts um ein Uhr hatte man nicht das Gefühl, dass die Menschen hier irgendwann einmal ins Bett gehen würden. Gut, in einer Stadt mit sieben Millionen Menschen gibt es immer genug, die die Nacht zum Tage machen. Im Hotel noch ein Bier, damit man noch mehr schwitzt. Der Schlaf will sich nach langem Flug und dazugehörigem Jetlag nicht einstellen und so macht man sich erst einmal Gedanken über die vorher angelesenen Informationen zu dieser Stadt.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Sieben Millionen Menschen in der unmittelbaren Stadt und 13 Millionen im Großraum Rio de Janeiro sind beeindruckend, aber im Reigen von Mega-Städten wie New York, London, Hongkong, Neu Dehli, Bombay oder Kalkutta, die ich bereits gesehen hatte, nicht ungewöhnlich. Die Mordrate schon, obwohl andere südamerikanische Städte hier wesentlich mehr punkten können.  Immerhin ist es besser geworden, von 60 Morden auf 100.000 Einwohner im Jahre 2002 auf heute etwa 18  gesunken – zum Vergleich Deutschland 1. Also kein Grund schlecht zu schlafen.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Copacabana gilt heute immer noch als berühmtester Strand der Welt, auch wenn die Schlagzeilen des Jetsets schon ein paar Jährchen her sind. Viereinhalb Kilometer lang, 400 m breit und besonders am Wochenende ein Zirkus der Eitelkeiten, voll mit bunten Menschen, so wie sie die Welt hervor gebracht hat. Das betrifft die Hautfarben, aber auch den Lebensstil der Cariocas, wie sich die Bewohner Rios nennen. Auffällig jede Menge von gut geschminkten Paradiesvögeln, deren ursprüngliches Geschlecht nur zu vermuten ist, obwohl die im benachbarten Ipanema noch weitaus zahlreicher anzutreffen sind. Schmelztiegel als charakteristisches Attribut passt, ist mir aber etwas zu abgenutzt.  
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Mich hat es in den vielen Tagen immer wieder hierher gezogen. Zum ersten Mal gleich nach dem Frühstück zeigt sich der Superstrand mit noch sehr wenigen Besuchern, weit verteilt über die riesige gelbe Fläche. Mir kamen die Tränen, dank der Erinnerungen an meine jahrzehntelange Sehnsucht, die mich die Diktatoren der DDR nicht ausleben ließen. Ich ließ mir Zeit mit meinen Gedanken, als ich bemerkte, dass ich von einer schlendernden Gruppe von sechs jungen Männern gemustert und fast unauffällig verfolgt wurde. Es war noch nicht lange her, dass ich in Äthiopien meine Canon-Kamera hergeben musste, also versuchte ich barfuß im weichen Sand sehr schnellen Schritts die Avenida Atlantica zu erreichen, die in dieser Zeit schon etwas belebter war. Ja, aufpassen muss man in der ganzen Welt. Allein und eine Kamera vor dem Bauch hat überall eine magische Anziehungskraft auf Menschen, denen fremdes Eigentum nicht immer heilig ist. Doch der ganze Stadteil Copacabana mit 300.000 Einwohnern wird an vielen Stellen von der Armee bewacht, weshalb die Mordrate hier auch nur gemütliche 2,4 beträgt, was noch weniger ist, als im heimischen Berlin.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Copacabana am späten Nachmittag, möglichst noch an einem Freitag oder Samstag, das ist ein Gewusel, das ich so noch nie beobachten konnte. Was hier vorwiegend dunkelhäutige Händler so alles anschleppen, ist beeindruckend. Die einen mit kleinen tragbaren und bereits brennenden Holzkohlegrills, die anderen mit allem was man darauf braten kann, vom Fisch aller Art bis zu aufgespießtem Fleisch, alles bereits perfekt und südamerikanisch gewürzt. Ein unbeschreiblicher Duft erfüllt den Strand, mein Bauch signalisiert fast schmerzhaften Appetit. Ich begnüge mich mit einem der bunten Coctails auf den unzähligen Tabletts, die auf geschickten Unterarmen von allen Seiten über den weichen Sand jongliert werten. Sie sind phantasievoll garniert mit allen Obstsorten, die brasilianische Tropengärten so hergeben. Aufgefüllt mit von weit herangetragenen Eiswürfeln. Über die Sauberkeit des dazu verwendeten Wassers mache ich mir in meiner Euphorie keine weiteren Gedanken. Ein später noch zu konsumierender Cachaca, dem hochprozentigen Nationalschnaps der Brasilianer aus Zuckerrohr, wird es schon richten. Ich miete mir einen Strandstuhl und genieße es tief in dieses Paradies eingetaucht zu sein. Und vergesse vollkommen die Sonne und mein winterliches Bleichgesicht.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Da ich den Abend in einer Bar des Vergnügungsviertels Lapa verbringen will, fahre ich mit der U-Bahn in eines der Zentren dieser vielgestaltigen Stadt. Der Waggon ist voll und ich mustere die Fahrgäste aller Hautfarben, deren Vorfahren durch königlich portugiesische Kolonialverwaltung und deren planmäßige Besiedlung, Sklaverei und wohl auch Glücksrittertum hierher kamen. Ja auch die indigene Urbevölkerung ist in dem einen oder anderen Gesicht noch zu erkennen. Ich bemerke, dass mich ein junges Mädel anlächelt. Doch irgendetwas stört mich an ihrem Lächeln. Charmant ist es, fast verlegen, aber mit einem nicht zu deutenden Ausdruck in ihren Mundwinkeln.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Erst als ich in einem urigen Bierpub mit fast 100 Sorten meines Lieblingsgetränkes zum ersten Mal auf die Toilette muss, sehe ich mich im Spiegel und verstehe den Gesichtsausdruck der jungen Carioca. Mein Gesicht und meine Oberarme waren durch die ungewohnte Sonne nicht nur dunkelrot geworden, sondern regelrecht lila gefärbt. Es war also ein mitleidiges Lächeln, das signalisierte dass der wohl gerade erst angekommene hellhäutige Trottel nicht aufgepasst hatte. Mein Selbstbewusstsein war also wieder da, wo es meinem Alter entsprechend hingehört. Noch sorgte das Bier dafür, dass ich keine Schmerzen hatte. Das änderte sich erst, als ich mich in fortgeschrittener Stunde mit scheinbar hölzerner Bettdecke niederlegte.
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Die Atmosphäre dieser Stadt erinnert mich oft an Afrika, so unbekümmert, fröhlich und etwas verlangsamt sind hier die Menschen. Das gefällt mir außerordentlich. Nur mit ihrer Fußballbegeisterung kann ich nicht so viel anfangen. Trotzdem erlaube ich mir einen Scherz, der als solcher Gott sei Dank nicht verstanden wurde. Bei einer Tagesrundfahrt mit fünf braungebackenen Schönheiten in einem Kleinbus, bei denen ich mit meinem Sakko als Schriftsteller durchging, ohne es selbst behauptet zu haben, war der Eingang des Maracana Stadions ein Programmpunkt. Ich fragte einen der vielen Souvenirverkäufer, ob er neben mir seinen Daumen ins gemeinsame Foto halten würde, währenddessen ich alle Finger einer Hand und von der anderen noch einen Finger dazu, ebenfalls ins Bild hielt. Natürlich war es die Erinnerung an das 7 : 1 bei der WM 2014, das diese Fußballnation so sehr gedemütigt hatte. Der junge Mann schnallte es aber nicht, weshalb ich meinen blöden Einfall anschließend auch nicht mehr bereuen musste.
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
           Wie sehr hier alles mit Fußball in Verbindung steht, konnte ich an einem der folgenden Abende in einer Straßenbar beobachten. Jede Restauration in der Stadt, wie klein auch immer, besitzt mindestens einen Bildschirm, um meist irgend ein regionales Spiel zweier konkurrierender Stadtmannschaften zu zeigen. Wer innen oder draußen auf dem Gehweg auf Hockern saß, konnte das Spiel gut verfolgen. Nur der Fahrer des Stadtbusses saß zu hoch, um einen der Bildschirme erkennen zu können. Direkt neben mir hielt er an, krabbelte akrobatisch aus dem Fenster neben seinem Fahrersitz so, dass nur noch seine Unterschenkel an der Karosserie des Busses verhakt blieben. Mit den Armen stützte er sich nach unten hängend so gekonnt ab, dass er den Torestand an einem der Fernseher erkennen konnte. Sichtlich beruhigt und geschickt zog er sich mit den Beinen zurück in den Bus und fuhr mir zuwinkend einfach weiter. Die Autos hinter ihm mussten warten, ohne hupen und drängeln. Man hat hier Verständnis. Ich blieb wahrlich beeindruckt und mit offenem Mund auf meinem Hocker zurück, was die anderen Gäste amüsiert beobachteten. An diesem Abend blieb ich nicht mehr allein an meinem Tisch. Auch nach den folgenden Runden hatte ich eine Rechnung nun auch nicht mehr zu begleichen. Irre Stadt mit tollen Bewohnern!            
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          Alles, was ich mir in dieser Stadt noch angeschaut hatte, fand nur noch langärmelig und mit Hut statt. Was wiederum dafür sorgte, dass der durchgeschwitzte Stoff auf meinem Sonnenbrand noch mehr schmerzte. Doch was es hier alles zu sehen gibt, lenkt gehörig ab – Menschen, Kunst, Kultur, Architektur und eine atemberaubende Abwechslung von Gebirgs- und Meereslandschaft. Trotz der Hektik einer Großstadt spürt man überall die südamerikanische Lebensfreude, die vieles erträglicher macht, worüber wir bei uns endlos klagen würden. Vor meiner folgenden kleinen Brasilienrundfahrt verbrachte ich hier insgesamt sieben Tage, die ausgereicht haben, mich in diese Stadt zu verlieben wie in nur wenige große Städte auf dieser Welt.         
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <title>Äthiopien</title>
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  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Steinzeit gibt es noch
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit Stunden bewegt sich mein Landcruiser „Wilhelm“ in einem ständigen Auf und Ab durch die Bergwelt des südlichen Äthiopien. Die Pisten sind schlecht, monströse Schlaglöcher oder vom Wasser ausgespülte tiefe und mitunter scharfkantige Rinnen zwingen mich immer wieder im Schrittempo zu „fahren“. Der von mir selbst aufgewirbelte Staub überholt mich, wenn ich an einer steilen Kehre die Fahrtrichtung wechseln muss. Das heißt immer wieder warten, bis ich wieder sehen kann, was die Reifen und die Federung meines Fahrzeugt auf den nächsten Metern auszuhalten haben.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            Sechseinhalbtausend Kilometer liegen hinter mir, seit ich vor 64 Tagen in Berlin aufgebrochen bin. Langsam habe ich mich an das Alleinsein gewöhnt. Gott sei Dank, die fatale Einsamkeit in der schier endlosen Sahara habe ich hinter mir. Darüber, dass ich vermehrt mit mir selber rede, mache ich mir keine Gedanken mehr
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Weg führt jetzt stramm westwärts, einen Großteil der Strecke muss ich ihn wieder zurück fahren, will ich wieder auf meine Route in den Süden Afrikas kommen. Ich verdränge lieber, dass die Strecke bis Kapstadt auch zeitlich kaum abzuschätzen ist. Komme ich dort heil an?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin sehr früh aufgebrochen und versuche nun krampfhaft eine Stelle zu finden, an der ich frühstücken kann. Sobald ich aus meiner Kühlbox etwas zu Essen hervorgekramt habe, rennen Männer oder Frauen oder Kinder oder aber alle zusammen auf mich zu. Also Tomaten und Brot wieder einmal beiseitelegen und weiterfahren. Neue Stelle, schöner Blick, ich habe Hunger. Jetzt dauert es erneut nicht lange, bis einer eine Kalaschnikow hochhält und ebenfalls rennt. Nun erst recht: Einen schnellen Bissen in den Mund, Gas geben und weg. Als ich ihn erreiche, sehe ich, wie ungeschickt er die Kanone über dem Kopf hält und sie mir anpreist. Also keine Panik, er will sie mir nur verkaufen. Aber bitte nein, nicht noch eine. Ich hab schon so viele! Ich beschleunige lieber, denn ich weiß ja nicht, wie gerne er schießt und wie treffsicher er mit dem Ding umgehen kann. Also schreibe ich ein geordnetes Frühstück wie so oft ab. Es ist halt Äthiopien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinter einer Bergkuppe bietet sich plötzlich ein Weitblick, der majestätischer nicht sein kann. Das Navi zeigt 1780 m. Ein geradezu riesiges Tal breitet sich vor mir aus. Eingeschlossen von hohen Bergen ist die gewaltige Talsohle annähernd flach. Sie zeigt weit nach Süden, bis sich der Blick in der endlosen Weite verliert. Laut Karte mündet dieses Gebiet in den schon in Kenia liegenden Lake Turkana. In dem dichten Buschwerk dieser Ebene, mit den einzeln daraus hervorragenden großen Schirmakazien, sind in sehr weiten Abständen Rauchsäulen zu sehen. Hier müssen die Ansiedlungen der Stämme des Flusses Omo sein, der hier eine weite Ebene bildet, bevor er in den schon erwähnten See mündet. „Völkerzoo“ wird dieses von hohen Bergen eingerahmte Tal oft genannt, weil hier auf einem begrenzten Gebiet die meisten menschlichen Ethnien der Erde leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin richtig aufgeregt. Ja, das ist es, was ich in Afrika gesucht habe. Ich steige aus und bin gerührt. Solche landschaftlichen Dimensionen sind in Europa nicht zu finden. Das Gefühl, wirklich weit weg von zu Hause zu sein, erzeugt richtige Glücksmomente.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich fahre bis auf 550 m hinunter. Die Landschaft ist atemberaubend schön, aber irrsinnig heiß, mein Thermometer zeigt außen 40,7 Grad. Endlich sind auch wieder einige wenige Menschen zu sehen. Kinder, allesamt völlig nackig, hüten die Herden und haben lange Buschmesser in den Händen, bei denen das Ende gebogen ist wie bei einem arabischen Krumdolch. Männer sind fast alle mit Gewehren bewaffnet. Bei deren Kleidung verschwinden langsam die so beliebten Shirts vom FC Barcelona, Real Madrid oder der äthiopischen Nationalelf. Traditionelle Stoffe, Lendenschurz und viel bunter Schmuck sind Zeichen, durch die sich die einzelnen Stämme der Bume, Karo, Galeb, Bodi, Mursi, Surma, Arbore und Hamer unterscheiden. Körperbemalungen und kunstvolle Vernarbungen der Haut ebenfalls. Zu den exotischsten Stämmen weltweit gehören sicher die Mursi, bei denen die Frauen bis zu 15 cm große Tonteller in die Unterlippen und die Ohrläppchen einsetzen. Gegessen und sicher auch gelacht wird ohne diese doch etwas unpraktischen Schönheitsutensilien. Dann hängen die geweiteten Lippen und Ohren wie eine schrumplige Ziehharmonika am Kopf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diesen Stamm will ich besuchen und frage in einer Ansiedlung nach einem Führer, ohne den ich in dieser weiten Landschaft keine Chance habe. Weite 60 km Piste sind es wohl noch bis zu den Dörfern der Mursi. Vorher aber wollen die Verwaltung des Nationalparks, das Tourismusministerium und die regionale Verwaltung ihren Obolus. Ein bewaffneter Scout, der ebenfalls bezahlt werden muss, begleitet mich und den Führer im Auto. Ganze 700 Birr kommen zusammen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach vielen staubigen Kilometern Fahrt stehen nun die Mursi vereinzelt links und rechts der Piste. Besonders die Frauen erkennt man sofort an ihren Tellerlippen. Sie sehen schon seltsam aus. Hörner, Tonkrüge und andere Gegenstände des täglichen Gebrauchs müssen als Schmuck herhalten, hängen irgendwo am Körper oder werden auf dem Kopf balanciert. Das so unentbehrliche Schnellfeuergewehr russischer Bauart, als das mit Abstand modernstem Utensil, darf auch nicht fehlen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann das erste „Dorf“. Keine relativ stabilen Rundhütten, wie ich sie bisher so zahlreich gesehen habe, sondern leichte, aus Stroh geflochtene kleine igluartige Behausungen sind ihre Unterkünfte. Mitten im Busch haben sie ihr Lager aufgeschlagen. Irgendwelche Wege gibt es nicht. Viele großflächige Schwelfeuer qualmen am Boden. Das Bild erinnert mich an ein Museum für Ur- und Frühgeschichte aus meiner Kindheit. Und wirklich, die Steinzeit könnte nicht unkomfortabler sein. Doch auch das ist unsere Welt: Menschen, die seit Tausenden von Jahren völlig unverändert leben. Aber etwas ist doch anders: Das von meinem Führer angekündigte Spektakel geht los. Innerhalb von Sekunden werden wir vom halben Dorf umzingelt. Kinder, Frauen und Männer stellen sich allein oder in Gruppen in Positur und rufen: „Foto, Foto!“ Sie kommen aufdringlich immer näher, zupfen an meinen Sachen. „Five Birr, five Birr!“ ruft es von allen Seiten. Die Kinder brüllen „You, you, you!“. Der Guide rennt mit Packen von kleinen Geldscheinen von Motiv zu Motiv: Eine Person 5 Birr, Mutter mit Kind 7 Birr, Kinder einzeln 3 Birr. Bei Gruppen wird akribisch addiert. Mir ist ganz schlecht, noch kein einziges Foto habe ich gemacht. Doch mir bleibt nichts anderes übrig, als dieses böse Spiel zu akzeptieren, will ich nicht ganz ohne Bilder zurückkehren.
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           Es ist heiß, es ist staubig, die Feuer stinken und alles klebt am Körper. Meine Hände und Arme fühlen sich vom ständigen Zwacken und Anfassen nicht sehr nett an. Am zartesten sind noch die ganz Kleinen, die vorsichtig ertasten, ob sich die weiße Haut auch so anfühlt wie die ihre. Ständig werden Geldscheine gewechselt. Nach einer guten Stunde hebe ich nur noch die Arme und versuche davonzulaufen. Mein Geld ist alle, das kapiert nur keiner. Immer wieder folgen sie mir. Ich flüchte mit Guide und Scout ins Auto und fahre los. Fast jede der Frauen (die mit den Tontellern), einige der Männer (die mit den meisten Narben) und wenige Kinder stehen mit Packen von kleinen Geldscheinen in der Hand und sehen uns nach ohne zu winken. Sie haben ihr Geschäft gemacht und warten wieder auf ein Fahrzeug. Doch endlich ist dieser Spuk vorbei.
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           Diese Art von „Tourismus“ sorgt dafür, dass diese Eingeborenen ihre traditionellen Methoden des Überlebens vergessen. Feldbau und Viehhaltung lohnen sich angesichts der neuen Einnahmequellen nicht mehr. Stattdessen hält der Alkohol Einzug in ihr Leben. Bei den anderen Stämmen ist das nicht so ausgeprägt. Ihre Erscheinungsformen sind ebenfalls sehr traditionell, doch bei Weitem nicht so exotisch anzuschauen wie bei den Mursi. Allerdings will der Besucher Extreme sehen, nur das macht den Kick. Letztlich geht es mir nicht viel anders. Jedenfalls erspare ich mir weitere Dörfer von weiteren Stämmen. Die Praxis des Fotogeldes ist fast überall ähnlich belastend.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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           Ich beschließe stattdessen, am nächsten Tag einen Markt zu besuchen, der mir von meinem Führer empfohlen wurde. Hier kommen die unterschiedlichsten Stämme zusammen, um ihre Handwerksarbeiten, ihr Vieh oder ihr Gemüse zu verkaufen. Vielleicht gelingen mir hier noch ein paar schöne Aufnahmen.
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           Wieder einmal bin ich früh dran. Zu früh, denn nur langsam füllt sich der Platz, auf dem der traditionelle Markt stattfindet. Hier sollen die vielen Ethnien zusammenkommen, um sich zu versorgen. Ich schlendere über den Platz und halte plötzlich eine Kinderhand. Ein kleiner Junge hat sich meine geschnappt und läuft mit mir, als wenn ich sein Vater wäre. Schnell wird die andere Hand von einem kleinen Mädchen in Beschlag genommen. Ich muss meine Finger spreizen, denn jede Hand wird von einer weiteren Kinderhand festgehalten. Andere Kinder kommen und halten sich an meinen Armen fest. Mit einer großen Traube von Kindern, keiner sagt etwas, laufe ich als einziger Weißer über den Markt. Es ist rührend. Ich gebe eine Runde Bananen aus, doch die können nicht reichen, immer mehr Kinder begleiten mich. Letztlich bleibt mir wie so häufig nur noch die Flucht. Auf dem Weg zum Auto schlägt die Stimmung um, die ungestüme und laute Bettelei geht los. Es wird schon schwierig die Tür zu schließen. Nichts wie weg, natürlich ohne Fotos pittoresker Ethnien.
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           Und so sind meine Gefühle sehr geteilt. Soll man diesen Menschen ihre Ruhe lassen? Dann muss man sie abschirmen, von der Welt trennen. Das bedeutet Zwang. Oder haben sie ein Recht von den „Segnungen“ der Zivilisation auch etwas abzubekommen? Auch mit der realen Gefahr des Untergangs ihrer traditionellen Kultur und Lebensweise? Ein weiterer Fakt spricht dafür, dass es zu Letzterem kommen wird. Der äthiopische Staat plant am Oberlauf des Omo einen gigantischen Staudamm samt Kraftwerk. Es soll angeblich der größte Afrikas werden. Straßenbaumaschinen in großer Zahl habe ich bereits gesehen. Der damit entstehende riesige See wird das gesamte Territorium nebst dem Klima dramatisch verändern. Und damit ändert sich auch der natürliche Lebensraum des „Museums der Völker“. So, wie es „noch“ ist, wird es nicht bleiben. Die Welt wird dadurch ärmer, Äthiopien dafür an Elektroenergie reicher. Dass das Land diese Energie dringend benötigt, sehe ich an den täglichen Stromsperren. Schade ist es allemal, weil wieder einmal unersetzliche menschliche Vielfalt verschwindet.
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           Dazu kommt zu allem Übel auch noch der kriegerische Konflikt mit dem Nachbarn Kenia, der bereits im vollen Gange ist. Der Omo ist der einzige natürliche Zufluss zum kenianischen Turkana See, dessen Wasserspiegel schon jetzt dramatisch absinkt. Wieder ein Kampf um Wasser auf dieser Welt. Und der wird sich an vielen Stellen weiter verstärken, je mehr Menschen unseren Planeten bevölkern. Und Äthiopien ist ein Land, das an vorderster Stelle für ein ungebremstes Bevölkerungswachstum sorgt.
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           Fast eine Woche hat mich dieser „Ausflug“ zum Ursprung unserer Menschheit gedauert. Ich habe ihn nicht bereut. Doch ich habe auch viel nachdenken müssen über das, was ich gesehen habe. Zu einem Ergebnis bin ich doch nicht gekommen.
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           Jetzt führt mein Weg langsam wieder nach Süden. Dort liegt mein Ziel: Kapstadt - und das ist immer noch weit.
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      <pubDate>Fri, 10 Feb 2017 11:11:31 GMT</pubDate>
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